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LESBAR - unsere Lese- und Medientipps

In der Hauptstelle der Stadtbücherei können Sie wieder die beliebte LESBAR besuchen. Hier lässt es sich bei einer Tasse Kaffee ausgezeichnet schmökern, in den Zeitungen und Zeitschriften blättern oder via WLAN Internetzugang nutzen. Dazu servieren wir Ihnen unsere monatlichen Lektüre- und Medientipps.  


Hygiene- und Schutzkonzept für den Besuch der LESBAR
Der Zugang zur LESBAR durch die Bücherei-Innenräume ist derzeit an die 2G-Regel gebunden, nach der nur geimpfte und/oder genesene Personen die Bücherei betreten dürfen. Auf dem festen Sitzplatz darf die Maske beim Konsumieren von Getränken am Tisch abgenommen werden. In der LesBar ist auf den Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen zu achten. 


#DIE SCHÖNEN KÜNSTE - JANUAR 2022

Die schönen Künste sind mehr als „nur“ schön; in den Kunstwerken wie Gedichten, Musikstücken, Bildern, Tanzaufführungen, Fotografien und Filmen werden auch die wichtigen Fragen unserer Zeit verhandelt. Kunst und Kultur inspiriert uns und hinterfragt gleichzeitig unser Handeln. Im Januar 2022 ist das kulturelle Leben und der Besuch von Museen, Ausstellungshallen, Theatern, Opernhäusern und Kinos leider noch weiterhin von der Corona-Pandemie geprägt. Zum Glück können wir Kunstwerke direkt im eigenen Wohnzimmer genießen – dazu empfehlen wir Ihnen zum Beispiel sehenswerte Buchverfilmungen oder Musikfilme bei unserem Film-Streamingdienst filmfriend. Und wir können uns selbst künstlerisch ausprobieren – etwa in den Online-Kursen zum „Zeichnen lernen“ oder „Gitarre-Spielen“, die über die Onleihe abrufbar sind. In unserer Artothek lassen sich außerdem Werke zeitgenössischer Dachauer KünstlerInnen ausleihen. Und schließlich gibt es über KünstlerInnen, Kunstrichtungen und Kunstwerke auch viel nachzulesen - und auf unserem Büchertisch in der Bücherei-Hauptstelle zu entdecken!

   
         
 

Martina Notz und Rita Klumpp (Hrsg.): Lyrik am Effner 2020/2021
Remscheid: Rediroma Verlag 2021, 53 Seiten
Als Buch verfügbar?

Diese kleinen lyrischen Buchschätze – mittlerweile sind es sechs Bände – sind am Dachauer Josef Effner-Gymnasium aus einem jährlich stattfindenden Lyrikwettbewerb hervorgegangen. Schülerinnen und Schüler der unterschiedlichen Klassenstufen können an diesem Wettbewerb teilnehmen. Anregungen zum Schreiben bieten Ihnen dabei definierte Themengebiete - in der letzten Anthologie waren es z.B. Themen wie "Abstand", "Spielräume", "Herzklopfen" oder "Umdenken". Jeweils rund 30 schönste Gedichte werden jährlich in einer Anthologie zusammengefasst und veröffentlicht. Teilweise werden die Büchlein von Projekten aus dem schulischen Kunstunterricht illustriert. Mich fasziniert die Tiefe oder auch manchmal die Heiterkeit der Gedichte. Das Lesen ist ein Genuss! Ich warte schon auf die Anthologie des Jahres 2021/2022.

 

 

 
       
 

Julian Barnes: Der Lärm der Zeit
Köln: Kiepenheuer & Witsch 2017, 245 Seiten. Aus dem Englischen von Gertraude Krueger
Als Buch verfügbar?

Das Thema der Verquickung von Kunst und Politik, gleichermaßen beklemmend wie fesselnd erzählt!
„Die Kunst gehört dem Volk!“ An dieser Aussage von Lenin wird die Kunst – sei es Literatur, Theater, Architektur oder Musik – im kommunistischen Regime der Sowjetunion gemessen. Der berühmte Komponist Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitsch ist dem stalinistischen Machtapparat und Terror schutzlos ausgeliefert; mal verdammt und verboten, mal gefeiert und hofiert, lebt er unter ständiger Beobachtung und wird für Propaganda-Zwecke im Kalten Krieg eingespannt. Barnes´ schmaler, aber großartiger und starker Roman handelt von der menschlichen Angst, künstlerischer Autonomie, politischer Erpressung und Instrumentalisierung von Musik. Aufführungen und Arbeitsaufträge, Auslandsauftritte und positive Kritiken gibt es in der Diktatur nur im Tausch gehen Gehorsam, Verrat an Künstlekollegen und Weggefährten und Selbstaufgabe.  

 
       
 

Claus-Ulrich Bielefeld und Petra Hartlieb: Nach dem Applaus. Ein Fall für Berlin und Wien
Zürich: Diogenes 2015, 389 Seiten
Als Buch verfügbar?

 

Gretchen am Wiener Burgtheater, Buhlschaft bei den Salzburger Festspielen – die glänzende Karriere von Sophie Lechner soll mit der Rolle der Alkmene in der Amthytrion-Inszenierung auf der Bühne des Berliner Theaters einen weiteren Höhepunkt erreichen. Doch nun ist die junge Schauspielerin und Opernsängerin erstochen worden, sie wurde in ihrer Wohnung am Lietzensee tot aufgefunden und die Kriminalpolizei nimmt ihre Arbeit auf. Mitten im eiskalten Winter suchen der Berliner Kommissar Thomas Bernhardt und die Wiener Chefinspektorin Anna Habel mitten nach heißen Spuren in der Theaterszene. Geht der bühnenreife Mordfall auf die Liebschaften der jungen Diva zurück? Oder sind berufliche Eitelkeiten und Konkurrenzen im Spiel? Spannend und amüsant erzählt, dabei werden die Klischeebilder über Berliner und Wiener Eigenheiten mit Augenzwinkern aufs Korn genommen.
 
       
 

Susie Hodge: Die Künstlerinnen. Werke aus fünf Jahrhunderten.
Berlin: Laurence King Verlag 2020, 224 Seiten. Aus dem Englischen von Bettina Eschenhagen
Als Buch verfügbar?

In dieser rein weiblichen Kunstgeschichte von Susie Hodge sind Frauen keine Musen und keine Objekte, die von männlichen Genies meisterhaft abbildet und auf Kunstwerken verewigt werden. Hier geht es um mutige und selbstbewusste KünstlerInnen, die quer über alle Kunstepochen – von der Renaissance und dem Barock bis zur Pop-Art und Performance-Kunst der Gegenwart – Stilprägendes geschaffen haben. Malerinnen, Bildhauerinnen, Grafikerinnen, Kunst-Aktivistinnen: In detaillierten und anschaulichen Bildanalysen stellt die Autorin 60 bedeutende Werke von Künstlerinnen vor und thematisiert dabei auch die schwierigen Rahmenbedingungen, unter denen Frauen in der Kunstszene bis heute arbeiten. Kenntnisreich und kritisch weist die Kunsthistorikerin Hodge auch auf die strukturellen Hindernisse für künstlerische Karrieren von Frauen hin, etwa den Verbot des Erlernen von Aktzeichnen oder die Annahme, dass es unschicklich sei, wenn Frauen das Front- und Kriegsgeschehen vor Ort miterleben und künstlerisch verarbeiten.

 

 
       
   

Andreas Schwab: Zeit der Aussteiger. Eine Reise zu den Künstlerkolonien von Barbizon bis Monte Verità
München: C.H. Beck 2021, 333 Seiten
Als Buch verfügbar?

Tänzerinnen, Maler, Komponisten, Schriftstellerinnen und Philosophen: Die moderne Kunstszene des 19. und 20. Jahrhunderts sucht und findet ihre Sehnsuchtsorte jenseits der Hektik der großen Städte und des bürgerlichen Lebens in den Metropolen. In dem Buch des Schweizer Autors und Ausstellungsmachers Andreas Schwab reisen wir mit Alma Mahler-Werfel, Truman Capote, Arthur Schnitzler oder Gerhard Hauptmann durch die bedeutenden Künstlerkolonien vom dänischen Skagen über Worpswede bis auf die italienische Insel Capri, vom französischen Barbizon über griechisches Korfu bis nach Monte Veritá in der Schweiz. Den KünstlerInnen und Künstlern schließen sich Mäzene, Journalisten und viele selbsternannte „Lebenskünstler“ an, die mit alternativen Lebensmodellen Aufmerksamkeit erregen. Die Reise in dem lesenswerten Buch ist schön bebildert; die kulturgeschichtlichen Fakten und zahlreiche unterhaltsame Anekdoten lassen die Atmosphäre und die Anziehungskraft der zehn vorgestellten Künstlerkolonien nachempfinden. Zur Abrundung und Ergänzung empfiehlt sich nach der Lektüre noch der Besuch der aktuellen Ausstellung „Natur und Idylle. Die Künstlerkolonie Kronberg“ in der Dachauer Gemäldegalerie.

 
   
Birgitt Heermann (Team Leseförderung) und Dr. Slávka Rude-Porubská (Leitung) 
 
   

 

 

Lieben Sie van Gogh? Bei uns finden Sie eine große Auswahl an Medien zu dem weltbekannten Maler. Machen Sie sich doch einen Kinoabend mit der ersten Staffel der Dokumentarfilmreihe "Vincent van Gogh - A Life Devoted to Art" bei filmfriend oder stöbern Sie in unseren Regalen!  

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                                                                   Paulina Spengler, Auszubildende