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LESBAR - unsere Lese- und Medientipps

In der Hauptstelle der Stadtbücherei können Sie unsere LESBAR besuchen. Hier lässt es sich bei einer Tasse Kaffee ausgezeichnet schmökern, in den Zeitungen und Zeitschriften blättern oder via WLAN Internetzugang nutzen. Dazu servieren wir Ihnen unsere monatlichen Lektüre- und Medientipps.  


Hygiene- und Schutzkonzept für den Besuch der LESBAR
Der Zugang zur LESBAR durch die Bücherei-Innenräume ist derzeit an die 3G-Regel gebunden, nach der geimpfte, genesene und/oder getestete Personen die Bücherei betreten dürfen. Auf dem festen Sitzplatz darf die Maske beim Konsumieren von Getränken am Tisch abgenommen werden. In der LesBar ist auf den Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen zu achten. 


#BUCH, BUCH, HURRA! - APRIL 2022

Wir feiern nicht nur am 23. April, dem „Welttag der Bücher“! Wir jubeln immer, wenn wir in der Bücherei neue Bücher geliefert bekommen. Gute Geschichten, gesicherte Informationen sowie Rat und Inspiration für alle Lebenslagen – in unseren Bücherregalen finden sich aktuelle Beststeller, mit renommierten Preisen ausgezeichnete Romane sowie Sachbücher und Ratgeber, die die Themen der Zeit aufgreifen. 

Rund um den diesjährigen Welttag der Bücher am 23. April, dem von der UNESCO 1995 initiierten weltweiten Feiertag für das Lesen, Bücher und die Rechte der AutorInnen, laden wir sie zu einem richtigen Lesefest ein! Zusammen mit der Buchhandlung Subtext laden wir sie am 22. April 2022 um 19.30 Uhr in die „LesBar“ in der Bücherei-Hauptstelle ein, und zwar zu einem literarischen Gespräch über den Roman „Mitterndorf“ der aus Dachau stammenden Autorin Michaela Maria Müller. Alle, die das Buch gelesen haben und an einer Diskussion in einer offenen Runde interessiert sind, sind herzlich willkommen!

Außerdem können Sie sich zwischen dem 23. April und 30. April bei einem „Blind Date With A Book“ an eine Überraschungslektüre wagen. Buch, Buch, hurra!

   
         
 

Oxana Matiychuk: Rose Ausländes Leben im Wort. Aus dem Ukrainischen von Kati Brunner
Ulm: DanubeBooks 2021, 56 Seiten
Als Buch verfügbar?

Die Seiten dieser kleinen Graphic Novel, die vom Leben der 1901 auf dem Gebiet der heutigen Ukraine geborenen deutsch-jüdischen Lyrikerin Rose Ausländer erzählt, erinnern an ein Memoryspiel. Regelmäßig angeordnete Quadrate in sich wiederholenden Farbtönen – rot, grau, schwarz, weiß und grün – sind mit kurzen Texten und Bildern besetzt. Beim Lesen und Betrachten der Illustrationen von Olena Staranchuk und Oleg Gryschnenko erschließt sich die bewegende Biografie einer Dichterin, die von der Flucht aus Czernowitz nach Wien im Ersten Weltkrieg, der Auswanderung nach New York in den Nachkriegsjahren, dem Aufenthalt in dem Ghetto von Czernowitz im Zweiten Weltkrieg  und der erneuten Ausreise in die USA geprägt war. Eingestreut sind auch Verszeilen aus den Gedichten Rose Ausländers, in denen sie immer wieder die Themen Exil, Verlust der Heimat und die Tragödie des Holocaust aufgreift. Ein ungewöhnliches Leben und ein starkes Leseerlebnis!

 

 
       
 

Helen Wolff: Hintergrund für Liebe. Das Buch eines Sommers. Herausgegeben und mit einem Essay von Marion Detjen
Bonn: Weidle Verlag 2020, 216 Seiten Roman

Als Buch / eBook verfügbar?

Mit leichtfüßigen Dialogen und  grandiosen Landschafts- und Stadtszenen nimmt uns der aus dem Nachlass der legendären Verlegerin Helen Wolff zum ersten Mal veröffentlichte Text auf eine Reise in Raum und Zeit mit. Gemeinsam mit der jungen Ich-Erzählerin und ihrem viel älteren, vermögenden, an Luxusleben gewöhnten Liebhaber brechen wir aus Deutschland in den Süden auf. Die heiße, hoschsommerliche Landschaft Südfrankreichs soll der „Hintergrund für Liebe“ des sehr ungleichen Paars sein – und wird doch zur Kulisse ihrer Trennung. Die autobiografisch inspirierte, im Grundton mal ironische, mal melancholische Liebesgeschichte zwischen Helen (geb. Mosel) und Kurt Wolff, die sich 1928 in München kennengelernt und seit 1941/42 in der US-Emigration den berühmten Verlag Pantheon Books gegründet haben, wird begleitet durch einen aufschluss- und kenntnisreichen Essay von Marion Detjen. Die Historikerin und Großnichte Helen Wolffs setzte sich zum Glück über die Anweisung hinweg, mit der die unpublizierten Manuskripte versehen wurden: „At my death, burn or throw away unread!“, und schenkte uns somit eine veritable literarische Entdeckung.

 
       
 

Christoph Poschenrieder: Der unsichtbare Roman
Zürich: Diogenes Verlag 2019, 272 Seiten

Als Buch / eBook / eAudio verfügbar?

Der erfolgsverwöhnte Autor Gustav Meyrink wird vom Auswärtigen Amt beauftragt, in einem Propaganda-Roman die Freimaurer zu Kriegsschuldigen zu erklären. Denn dass man Kriege nicht nur auf Schlachtfeldern gewinnt, sondern auch mit Worten und in den Medien, das wissen die Machthaber im Kaiserreich bereits 1918. Mit üppigem Vorschuss und Kisten voller tendenziöser Unterlagen ausgestattet kehrt Meyrink aus Berlin in seine Villa am  Starnberger See zurück – und schreibt nichts, denn der Auftrag  beschert ihm eine veritable Schreibblockade. Gekonnt aus wechselnden Perspektiven erzählt, mit Recherchenotizen und Archivmaterialien versetzt, verhandelt hier Christoph Poschenrieder Themen, die auch mehr als Hundert Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs aktueller und brisanter sind denn je – vor allem das Verhältnis von Fakt und Fiktion, von Argumenten und Verschwörungstheorien.

 

 
       
 

Petra Johann: Der Buchhändler
Berlin: Rütten & Loening Berlin 2022, 431 Seiten

Als Buch / eBook / eAudio verfügbar?   

"Der Buchhändler“ von Petra Johann spielt mit der größten Angst von Eltern, das eigene Kind nicht wie erwartet morgens im Bett vorzufinen, sondern schon bald eine ganze Schar Polizisten und die Spurensicherung im Haus anzutreffen, um das geliebte Kind wiederzufinden. Die Autorin schafft es in ihrem atmosphärischen Thriller, einen grandiosen Spannungsbogen aufzubauen und die LeserInnen mit einem beklemmenden Gefühl an der Suche nach Theresa teilhaben zu lassen. Auch Erik Lange, der neue Eigentümer der Buchhandlung in Neukirchen, hilft bei der Suche nach dem verschwundenen Kind, obwohl er schneller in die Ermittlungen hineingezogen wird als ihm lieb ist. Sein großes Geheimnis wird ihm dabei in der kleinen Gemeinde schnell zum Verhängnis...
Petra Johann schafft es ganz meisterhaft, zu demonstrieren, wie schnell in einer kleinen Gemeinde, in der vermeintlich jeder jeden kennt und man dennoch nichts vom Anderen weiß, aus Freundschaft Verachtung werden kann, wenn nur genug Angst und Hoffnungslosigkeit im Raum steht. 

 
       
 

Kate Young: Little Library Cookbook. 100 Rezepte aus den schönsten Romanen der Welt. Aus dem Englischen von Regina Rawlinson und Susanne Kammerer
München: Wunderraum 2018, 319 Seiten

Als Buch verfügbar?

An alle Hungrigen und Lesehungrigen, an Bücherfreunde und Genießer: Zum Frühstück gibt es die schwedischen Pfannkuchen, wie sie Pippi Langstrumpf am Liebsten mag. Zum schnellen Mittagessen wird die Kartoffel-Lauch-Suppe mit Roggenbrot serviert, wie sie in Markus Zusaks Buch „Die Bücherdiebin“ vorkommt. Pu, der Bär lädt am Nachmittag zu einer gemütlichen Teestunde ein, bei der die Gäste von seiner Leibspeise, dem Honig-Küchlein mit Rosmarin, kosten dürfen. Und zum Abendessen kommt die Neapolitanische Pizza á la Elena Ferrante oder das Estragon-Hähnchen á la Lew Tolstoi auf den Tisch. Abgerundet wird das literarische Menü mit den Törtchen der Herzkönigin, ganz nach dem Geschmack von „Alice im Wunderland“.  Die australische Foodbloggerin und Literaturliebhaberin Kate Young lässt sich beim Kochen von Werken der Weltliteratur inspirieren – machen Sie es ihr doch nach!

 

 
       
 

Julie Falatko: Ein Buch für dich. Aus dem Englischen übersetzt von Jennifer Gomber
Köln: Boje 2022, 40 Seiten. Für Kinder ab 4 Jahren

Als Buch verfügbar?

Der Kauz liebt es zu lesen. Außerdem mag er es ruhig und beschaulich. Die Tierkinder aus der Nachbarschaft wollen ihm aber seine Ruhe nicht gönnen und belagern den Kauz mit allerlei lauten Aktivitäten. Zum Glück gibt es in der Buchhandlung "Kiefernstübchen" für jede Situation das richtige Buch und Eichhörnchen Bessie liefert garantiert alles, was Kauz so dringend braucht und in der Buchhandlung per Brief bestellt. Nicht nur die Kleinen werden von diesem Buch begeistert sein. Auch die großen Vorleserinnen und Vorleser – ob große Geschwister, Eltern oder Großeltern–  können den bezaubernden Bildern von Gabriel Alborozo viel abgewinnen und werden sich häufig selbst im Kauz wiederfinden. Vielleicht bekommt der Eine oder Andere sogar Lust, mal wieder einen Brief zu schreiben…

 

 

 
       
    Alexandra Knoblich, Susanne Lill (Team Leseförderung) und Dr. Slávka Rude-Porubská (Leitung)