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Der Karten-Vorverkauf für das Lesefestival "Dachau liest" 2021 beginnt Ende Juli 2021.

Karten zum Preis von 14,00 Euro (zzgl. VVK-Gebühr) sind als print@home-Tickets über München Ticket sowie in der Tourist-Information der Stadt Dachau, Konrad-Adenauer-Str. 1, erhältlich.
Für den Besuch der Veranstaltungen gelten (Stand: September 2021) die 3G-Regeln. 

 
       
 

Montag, 4. Oktober 2021 um 20:00 Uhr, Ludwig-Thoma-Haus
Doris Dörrie: Leben, schreiben, atmen 

In mehr als 50 Kurzkapiteln erzählt Doris Dörrie hinreißend offen und ehrlich von ihrem eigenen Leben. Wir blicken der erfolgreichen Filmregisseurin und Autorin beim Erinnern an die Kindheit, unbeschwerte Glücksmomente, intime Freundschaftsszenen, aber auch an Schicksalsschläge und Katastrophen über die Schulter. Und sind eingeladen, bei der interaktiven Lesung aus dem Buch Leben, schreiben, atmen (Diogenes Verlag) das Glück des autobiografischen Schreibens mit ihr zu teilen: „Schreib jetzt gleich los. Sofort.“ Über den Geschmack von Zitronen. Übers Tanzen. Über ein Kleidungsstück. Über eine Prüfungssituation.
Mit kreativen Tipps und Anleitungen ermutigt uns Doris Dörrie dazu, das Bedürfnis nach Selbstkontrolle und Optimierung abzulegen und loszuschreiben über das eigene Leben – ohne Angst, Scham und Zweifel. Sich schreibend Menschen, Gegenständen, wilden Gedanken, fremden und vertrauten Orten oder selbsterlebten Momenten mit besonderer Atmosphäre und starken Emotionen zu nähern. Beschreiben, ohne zu bewerten – und so die Welt in Worte fassen. 

 
     
 

Dienstag, 5. Oktober 2021 um 20:00 Uhr, Ludwig-Thoma-Haus
Steffen Kopetzky: Monschau 

Aerosole und Viren, isolierte Krankenhäuser und Impfkampagnen, Partys als Super-Spreader-Events und Leugner von Ansteckungsgefahren ... Irritierend vertraut lesen sich in unserer Corona-Gegenwart die Szenen aus Steffen Kopetzkys Roman Monschau (Rowohlt Verlag), der vom Ausbruch einer Pockenepidemie 1962 im Landkreis Monschau in der Eifel erzählt. Brandaktuell und brisant sind auch die Fragen nach den behördlichen Fehlern im Pandemie-Management und den starken Wirtschaftsinteressen, weigert sich doch der von alten Seilschaften aus der NS-Zeit profitierende Chef der Monschauer Rither-Werke, die florierende Produktion der in die ganze Welt exportierten Hochöfen herunterzufahren und die Infizierten in Quarantäne zu schicken. Entlang der auf wahren Ereignissen basierenden Geschichte um die Bekämpfung der hochansteckenden Seuche durch den bekannten Dermatologen Günter Stüttgen erzählt der Roman auch von einer Liebe im Ausnahmezustand, die zwischen dem kurzfristig als Betriebsarzt eingestellten griechischen Medizinstudenten Nikolaos Spyridakis und Vera aufblüht, der schwerreichen Alleinerbin der Rither-Fabrik.

 

     
 

Mittwoch, 6. Oktober 2021 um 20:00 Uhr, Ludwig-Thoma-Haus
Eva Gruberová und Helmut Zeller: Diagnose: Judenhass. Die Wiederkehr einer deutschen Krankheit 
Moderation: Dr. Norbert Göttler

Im Jahr 2021 kann jüdisches Leben in Deutschland auf eine 1700-jährige Geschichte zurückblicken. Oft hieß es, jüdisches Leben sei ein selbstverständlicher Teil der gesellschaftlichen Normalität. Doch die amtlichen Statistiken belegen einen Anstieg antisemitischer Straftaten – Schändungen von jüdischen Denkmälern, bewaffnete Anschläge auf Synagogen, judenfeindliche Parolen bei antiisraelischen Demonstrationen oder Anti-Corona-Protestzügen. Viele in Deutschland verorten durch Krisen angefachten und durch Hassbeiträge in sozialen Medien verbreiteten Antisemitismus hauptsächlich an den Rändern der Gesellschaft, bei Rechts- oder Linksradikalen oder in muslimischen Communities.

Eva Gruberová und Helmut Zeller stellen dagegen in ihrem Buch Diagnose: Judenhass. Wiederkehr einer deutschen Krankheit (Verlag C.H.Beck) eine äußerst unangenehme These auf: Antisemitismus ist nach dem Holocaust und nach 1945 nicht verschwunden. Er ist weiterhin da, in dem noch jungen 21. Jahrhundert sogar virulenter denn je – und er ist mitten in der Gesellschaft verwurzelt. Für ihr neues Buch sind Eva Gruberová und Helmut Zeller zwei Jahre lang zwischen Ostsee, Bayern und Wien gereist und haben bei Interviews 80 Jüdinnen und Juden zugehört. Somit haben sie den in der Antisemitismus-Debatte direkt Betroffenen eine Stimme gegeben: ihrer Wut und ihren Ängsten, ihrem Widerstand und ihrem Wunsch nach Normalität. 

     
 

Donnerstag, 7. Oktober 2021 um 20:00 Uhr, Ludwig-Thoma-Haus
Judith Hermann: Daheim
Moderation: Günter Keil

Ankommen im Leben, heimisch werden, nachdem man vieles losgelassen und sich vom Besitz und aus früheren Beziehungen befreit hat ... Die namenlose Ich-Erzählerin schlägt als junge Frau das Angebot aus, als Assistentin eines Zauberers auf einem Kreuzfahrtschiff bis nach Singapur zu reisen. Nachdem die Tochter, kaum volljährig, zu einer Weltreise aufgebrochen ist, verlässt sie ihren Mann und zieht mit Ende Vierzig aus der Großstadt in ein kleines Dorf an der friesischen Nordseeküste, in ein Haus für sich. In dem für den Preis der Leipziger Buchmesse 2021 nominierten Roman Daheim (S. Fischer Verlag) erzählt Judith Hermann vom Rückzug aufs Land und von selbstgewählter Einsamkeit, in der man doch einen Neuanfang wagen kann – vorsichtige Freundschaften schließen, eine Liebesaffaire eingehen, eine Verbindung zu der kargen Landschaft aufbauen. In schnörkelloser, knapper Sprache fragt der Text, wie aus dem Schwebezustand zwischen Erinnerung und Sehnsucht, zwischen Melancholie und Widerstandskraft ein Aufbruch wird, wie unsere Entscheidungen zu Wendepunkten im Leben werden und eine neue Welt entstehen lassen.

     

 

 

Samstag, 9. Oktober 2021 um 20:00 Uhr, Ludwig-Thoma-Haus
Helga Schubert: Vom Aufstehen. Ein Leben in Geschichten 
Moderation: Beate Tröger 

„Ich bin ein Kriegskind, ein Flüchtlingskind, ein Kind der deutschen Teilung.“ Das Mädchen, vom Krieg, von Flucht und Vertreibung sowie von der emotionalen Kälte der Mutter gekennzeichnet, macht sich auf die Suche nach Zuwendung und Wärme im Leben. Die junge Frau studiert und fängt an zu schreiben. Sie lehnt sich auf gegen das DDR-Unrechtsregime im eingemauerten Land, das einem Reisen nicht gestattet, und gerät ins Beobachtungsvisier der Stasi. Helga Schuberts Erzählungsband Vom Aufstehen. Ein Leben in Geschichten (dtv) handelt davon, wie man sich aufrichtet und in Bewegung setzt, wie man aufbegehrt und Widerstand leistet, wie das „Aufstehen“ zur Haltung und zum Lebensmotto wird. In leisen, zuweilen ironischen Tönen verbindet die Autorin eigene Erlebnisse, Erinnerungen und Gedanken mit dem weiten historischen Bogen eines Jahrhunderts deutscher Geschichte. Das warmherzig-poetische, berührende und gedankendichte Buch, das 2021 für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert wurde, ist eine eindrucksvolle Lebensgeschichte und ein Zeitporträt zugleich.  

     
     
FÜR KINDER UND JUGENDLICHE
IM ALTER VON 8 BIS 14 JAHREN
 

Donnerstag, 7. Oktober 2021 um 15:00 Uhr, Ludwig Thoma-Haus
Alice Pantermüller: Mein Lotta-Leben 
Je Otter, desto flotter (Band 17) 

Alles, was Lotta erlebt, hält sie in Wort und Bild in ihrem Tagebuch fest. Witzig und klug berichtet sie über den alltäglichen Wahnsinn in der Schule, zu Hause und in ihrer Freizeit. Die Kinderbuchreihe der Autorin Alice Pantermüller und Illustratorin Daniela Kohl hat mit ihrem Mix aus Text und Comic bereits viele Fans gewonnen, die jeden neuen Band sehnsüchtig erwarten.
Im Band Nr. 17 Je Otter, desto flotter (Arena Verlag) geht es nun um Herzensdinge!
Lotta und ihre beste Freundin Cheyenne sind in letzter Zeit total vergnügt: Denn Cheyennes Mama Sandra hat über ein Online-Datingportal einen netten Möbelverkäufer namens Otmar kennengelernt. Seitdem liegt sie gar nicht mehr so häufig müde auf dem Sofa rum, sondern renoviert die Wohnung und plant Möbelkäufe. Das findet Cheyenne richtig gut und überhaupt gefällt ihr die Idee von Dating-Plattformen – nur schade, dass es so etwas nicht für Zwölfjährige gibt. Vielleicht sollte sie selbst so etwas entwickeln? Und macht Lotta, ihre beste Freundin, mit?  


Der Eintritt zu der Kinderlesung am 7. Oktober 2021 um 15.00 Uhr ist frei.

Eltern und Großeltern sind herzlich willkommen!
Eine verbindliche Anmeldung zur Lesung erfolgt ab dem 7.September 2021 nur persönlich in der Hauptstelle der Stadtbücherei Dachau am Max-Mannheimer-Platz 3. Bitte beachten Sie, dass derzeit für den Zutritt zur Bücherei die 3G-Regel gilt! 
Bei der Anmeldung werden die Sitzplätze vergeben und die Kontaktdaten erfasst. Pro Kind ist nur eine erwachsene Begleitperson zugelassen.